Hond met lichte misselijkheid veilig vastgezet op de achterbank tijdens een autorit

Reisekrankheit beim Hund: Übelkeit im Auto erkennen, vorbeugen und behandeln

, Von Michael van Wassem, 6 min Lesezeit

Sabbert oder gähnt Ihr Hund unruhig, sobald das Auto losfährt? Erfahren Sie, warum Hunde reisekrank werden, wie Sie es erkennen und mit welchen Tipps Sie vorbeugen.

Ihr Hund sabbert übermäßig, gähnt unruhig oder muss sich sogar übergeben, sobald das Auto losfährt. Reisekrankheit (auch Kinetose genannt) kommt bei Hunden häufiger vor, als viele Halter denken, und betrifft vor allem Welpen und junge Hunde. Die kurze Antwort: Reisekrankheit entsteht, weil sich die Signale des Gleichgewichtsorgans, der Augen und des Körpers während der Fahrt widersprechen. Mit der richtigen Gewöhnung, Positionierung und Vorbereitung lässt sie sich in den meisten Fällen deutlich verringern oder sogar ganz beheben.

Was genau ist Reisekrankheit beim Hund?

Reisekrankheit entsteht, genau wie beim Menschen, durch eine Diskrepanz zwischen dem, was das Gleichgewichtsorgan im Innenohr wahrnimmt, und dem, was die Augen sehen. In einem fahrenden Auto spürt der Körper Ihres Hundes Bewegung, während die Augen oft nur das stillstehende Autoinnere sehen. Dieser Widerspruch verwirrt das Gehirn und kann Übelkeit, Schwindel und Erbrechen auslösen.

Bei Welpen und jungen Hunden kommt noch etwas hinzu: Das Gleichgewichtsorgan ist noch nicht vollständig ausgereift, wodurch sie besonders empfindlich auf diese Reizverwirrung reagieren. Viele Welpen wachsen von selbst darüber hinaus, sobald sich das Gleichgewichtsorgan weiterentwickelt hat, meist zwischen dem achten und zwölften Lebensmonat.

💡 Bei älteren Hunden, die erst später im Leben Beschwerden während der Autofahrt entwickeln, liegt die Ursache häufiger in Anspannung oder einer negativen Erfahrung als in echter Reisekrankheit. Es ist wichtig, beides zu unterscheiden, denn die Vorgehensweise unterscheidet sich.

Symptome der Reisekrankheit erkennen

Die Anzeichen beginnen oft schon, bevor das Auto überhaupt losfährt, weil Ihr Hund die Vorbereitung auf eine Fahrt erkennt. Achten Sie auf folgende Symptome:

  • Übermäßiges Sabbern, oft schon beim Einsteigen.
  • Wiederholtes Gähnen und Lippenlecken, ein klassisches Zeichen von Übelkeit bei Hunden.
  • Unruhiges Hecheln, obwohl es nicht warm ist.
  • Jammern oder Winseln während der Fahrt.
  • Teilnahmslosigkeit oder unruhiges Hin- und Herlaufen auf der Rückbank.
  • Erbrechen, häufig innerhalb der ersten zehn bis dreißig Fahrtminuten.

Reisekrankheit oder Angst vor dem Auto: den Unterschied erkennen

Diese beiden Ursachen werden oft verwechselt, dabei unterscheidet sich die Lösung deutlich. Bei echter Reisekrankheit entstehen die Beschwerden durch die Bewegung selbst, auch wenn Ihr Hund die Fahrt entspannt beginnt. Bei Angst zeigt sich Stress oft schon, bevor das Auto überhaupt losfährt: Zittern, Weigerung einzusteigen, angespanntes Hecheln oder Fluchtversuche.

In der Praxis gehen beide Ursachen häufig ineinander über: Ein Hund, dem mehrfach während der Fahrt übel geworden ist, verknüpft das Auto danach mit einer unangenehmen Erfahrung und wird bei der nächsten Fahrt ängstlich. So kann Reisekrankheit langfristig auch Autoangst auslösen, selbst wenn das körperliche Problem inzwischen behoben ist.

Praktische Tipps zur Vorbeugung von Reisekrankheit

Die meisten Hunde profitieren von einer Kombination folgender Maßnahmen:

  • Kein großes Futter kurz vor der Abfahrt. Ein leerer oder nur leicht gefüllter Magen verringert das Erbrechungsrisiko deutlich. Wasser sollte Ihr Hund aber immer trinken dürfen.
  • Für frische Luft sorgen. Öffnen Sie ein Fenster einen Spalt, damit sich der Luftdruck im Auto besser an die Umgebung anpasst; das verringert die Reizverwirrung.
  • Ihren Hund nach vorne schauen lassen. Ein Hund, der nach vorne statt zur Seite schauen kann, kann die Bewegungen besser vorhersehen. Ein erhöhter Autositz mit Gurtsicherung hilft, Ihren Hund sicher und ruhig in einer vorwärtsgerichteten Position zu halten.
  • Kurze Fahrten langsam steigern. Beginnen Sie mit wenigen Minuten Fahrt zu einem schönen Ziel (ein Park, nicht nur der Tierarzt) und verlängern Sie die Dauer schrittweise, sobald Ihr Hund entspannt bleibt.
  • Für kühle Temperaturen sorgen. Ein heißes, stickiges Auto verstärkt die Übelkeit. Sorgen Sie für Belüftung oder Klimaanlage, besonders im Sommer.
  • Bei längeren Fahrten regelmäßig Pausen einlegen, damit Ihr Hund aussteigen, trinken und sich erholen kann.
  • Visuelle Reize begrenzen. Eine Auto-Schondecke mit Gurtdurchführung oder eine geschlossene Box kann Unruhe verringern, da Ihr Hund weniger vorbeiziehende Bilder sieht.

⚠️ Fahren Sie bei den ersten Übungsfahrten ruhig und vermeiden Sie kurvenreiche Strecken oder starkes Bremsen: Je vorhersehbarer die Bewegung, desto geringer das Risiko für Übelkeit.

Häufige Fehler bei Reisekrankheit

  • Nur lange Fahrten üben. Direkt nach einer schlechten Erfahrung eine Stunde zu fahren, erhöht das Risiko einer erneuten negativen Verknüpfung.
  • Den Hund mit hoher, aufgeregter Stimme trösten, sobald er unruhig wird. Das bestätigt Ihrem Hund, dass tatsächlich etwas nicht stimmt, statt ihn zu beruhigen.
  • „Sicherheitshalber" mit vollem Magen reisen, obwohl dies das Erbrechungsrisiko gerade erhöht.
  • Zu schnell schlussfolgern, dass ein Hund „einfach kein Auto mag", ohne die Ursache (körperlich oder angstbedingt) zu untersuchen.
  • Einfach Reisekrankheitsmittel für Menschen geben. Mittel, die für Menschen gegen Reisekrankheit gedacht sind, sind nicht automatisch sicher oder wirksam für Hunde.

Wann zum Tierarzt?

Bleibt Ihr Hund trotz der oben genannten Maßnahmen dauerhaft übel oder ängstlich während der Fahrt, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt. Für Hunde, die häufig reisen müssen, etwa im Urlaub oder für regelmäßige Termine, kann der Tierarzt Mittel gegen Reisekrankheit verschreiben, die speziell für Hunde zugelassen sind. Auch anhaltendes Erbrechen, Gewichtsverlust oder extreme Angst rund um Autofahrten sind Gründe, dies mit dem Tierarzt zu besprechen, damit andere Ursachen ausgeschlossen werden können.

🐶 Bei Hunden, bei denen Anspannung eine große Rolle spielt, kann ein beruhigendes Hilfsmittel die Gewöhnung unterstützen. Denken Sie an ein beruhigendes Pheromon-Set, immer als Ergänzung zur schrittweisen Gewöhnung, nie als Ersatz dafür.

Checkliste: reisekrankheitsfrei unterwegs mit dem Hund

  • ☐ Kein schweres Futter kurz vor der Abfahrt
  • ☐ Frische Luft durch ein einen Spalt geöffnetes Fenster
  • ☐ Hund sitzt sicher und kann nach vorne schauen
  • ☐ Kurze, positive Übungsfahrten vor einer langen Reise aufgebaut
  • ☐ Auto gut belüftet und nicht zu warm
  • ☐ Regelmäßige Pausen bei langen Fahrten eingeplant
  • ☐ Unterschied zwischen Reisekrankheit und Angst gemacht
  • ☐ Tierarzt bei anhaltenden Beschwerden konsultiert

Häufig gestellte Fragen

Wächst sich Reisekrankheit bei Welpen aus?

Bei vielen Welpen bessert sich die Reisekrankheit von selbst, sobald sich das Gleichgewichtsorgan weiterentwickelt, meist zwischen dem achten und zwölften Lebensmonat. Regelmäßiges, kurzes und positives Üben in dieser Zeit hilft, dass das Auto nicht als bedrohlich empfunden wird.

Hilft Ingwer gegen Reisekrankheit bei Hunden?

Manche Halter verwenden Ingwer als natürliches Hilfsmittel, doch Wirkung und richtige Dosierung bei Hunden sind nicht eindeutig belegt. Sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Tierarzt, bevor Sie etwas zur Ernährung Ihres Hundes hinzufügen, auch wenn es „natürlich" ist.

Darf ich selbst Medikamente gegen Reisekrankheit geben?

Geben Sie niemals Reisekrankheitsmittel für Menschen ohne Rücksprache mit Ihrem Tierarzt. Manche Wirkstoffe sind für Hunde schädlich oder nicht korrekt für ihr Körpergewicht dosiert. Es gibt Tierarzneimittel, die speziell für Hunde entwickelt wurden und nur über den Tierarzt erhältlich sind.

Wie lange dauert es, einen Hund an das Auto zu gewöhnen?

Das ist von Hund zu Hund sehr unterschiedlich. Manche Hunde sind innerhalb weniger Wochen kurzer, positiver Fahrten merklich ruhiger, während Hunde mit einer längeren Vorgeschichte negativer Erfahrungen mehr Zeit und Geduld brauchen.

Zusammenfassung

Reisekrankheit beim Hund entsteht, weil sich Gleichgewichtsorgan, Augen und Körper während der Fahrt widersprechen, und tritt am häufigsten bei Welpen und jungen Hunden auf. Erkennen Sie Anzeichen wie Sabbern, Gähnen und Erbrechen frühzeitig, unterscheiden Sie zwischen Reisekrankheit und Angst, und steigern Sie die Fahrtdauer langsam mit kurzen, positiven Fahrten, frischer Luft und einer sicheren, vorwärtsgerichteten Sitzposition.

Bleiben die Beschwerden trotz dieser Anpassungen bestehen, ist ein Gespräch mit Ihrem Tierarzt der nächste Schritt. Bei Fidello finden Sie praktische Hilfsmittel, die jede Autofahrt mit Ihrem Hund angenehmer machen.

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