10 überraschende Fakten über Katzen, die du noch nicht kennst
, Von Michael van Wassem, 6 min Lesezeit
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Vom einzigartigen Nasenabdruck bis zur Schnurr-Frequenz, die an medizinische Heiltechnik erinnert: 10 kuriose, fundierte Fakten über Katzen.
Deine Katze kennt dein Zuhause in- und auswendig – aber wie viel weißt du eigentlich über sie? Hinter dem schnurrenden, Futter fordernden Mitbewohner steckt ein Tier mit erstaunlich vielen Besonderheiten: genetische Eigenheiten, jahrtausendealte Instinkte und ein Körper voller cleverer Tricks. Hier sind zehn Fakten über Katzen, die tatsächlich stimmen – unterhaltsam zu lesen, und sie erklären vielleicht sogar Verhalten, das du bei deiner eigenen Katze schon lange beobachtest.
Die Schnurrhaare (Vibrissen) einer Katze sitzen nicht zufällig verteilt. Sie stehen etwa so weit nach links und rechts ab, wie ihr Körper breit ist. Dadurch kann eine Katze, selbst im Dunkeln, ziemlich genau einschätzen, ob sie durch eine Öffnung passt, ohne vorher Maß nehmen zu müssen. Die Schnurrhaare sind außerdem extrem empfindlich für Luftbewegungen, wodurch eine Katze sogar Bewegungen von Gegenständen in ihrer Nähe wahrnehmen kann. Schneide oder kürze sie deshalb niemals: Das stört wirklich, wie sie ihre Umgebung wahrnimmt.
Im Gegensatz zu Menschen und Hunden fehlt Katzen die Fähigkeit, Süße zu schmecken. Forschende des Monell Chemical Senses Center fanden heraus, dass das Gen, das normalerweise einen Süßrezeptor bildet (Tas1r2), bei Katzen defekt ist: Ein Teil der DNA fehlt, wodurch der Rezeptor nie entsteht. Das gilt nicht nur für Hauskatzen, sondern für fast alle Katzenarten, vom Löwen bis zum Puma. Eine logische Folge ihrer Entwicklung als reine Fleischfresser: Ein Tier, das ausschließlich Fleisch jagt, hatte nie einen Vorteil davon, Zucker zu erkennen.
Katzen schnurren mit einer Frequenz von etwa 25 bis 150 Hertz. Auffällig: Der Bereich zwischen 25 und 50 Hertz entspricht ziemlich genau den Vibrationsfrequenzen, die in der Orthopädie manchmal genutzt werden, um Knochenwachstum und Knochendichte anzuregen. Manche Forschende vermuten deshalb, dass Schnurren nicht nur Entspannung ausdrückt, sondern möglicherweise auch eine Art eingebauter Heilmechanismus ist, mit dem Katzen ihre Muskeln und Knochen während der vielen Stunden Ruhe erhalten. Noch kein bewiesenes Wundermittel auf vier Pfoten, aber es erklärt, warum Schnurren mehr ist als nur ein Zeichen von Zufriedenheit.
Das Hautmuster auf der Nase einer Katze – mit kleinen Erhebungen und Rillen – steht bereits vor der Geburt fest und verändert sich danach nicht mehr, und ist bei jedem Tier anders. Bei Hunden wird ein Nasenabdruck bereits seit 1938 gelegentlich zur Identifikation genutzt; bei Katzen ist diese Idee weniger verbreitet, und es gibt noch keine flächendeckende Datenbank, aber die Tatsache bleibt eine schöne Bestätigung dafür, wie einzigartig jede Katze ist.
Tausende Jahre häuslicher Komfort haben den Jagdinstinkt der Katze kaum verändert. Anschleichen, den Blick fixieren, kurz mit dem Hinterteil wackeln und dann zuschlagen: Dieses Muster zeigt sich bei einer Katze, die eine Maus beschleicht, genauso wie bei einer Katze, die ein Papierkügelchen oder ein Spielzeug angreift. Spielen ist für Katzen deshalb kein überflüssiger Luxus, sondern ein Ventil für instinktives Verhalten, das sonst ungenutzt bleibt – vor allem bei einer reinen Wohnungskatze. Möchtest du diesen Jagdtrieb auf spielerische, sichere Weise fördern? Entdecke unser Angebot an Spielzeug für Katzen, von einfachen Bällen bis hin zu Spielzeug, das die Jagdinstinkte deiner Katze richtig fordert.
Katzenminze (Catnip) enthält den Stoff Nepetalacton, der bei vielen Katzen kurzzeitig für ausgelassene Spielfreude oder gerade Entspannung sorgt. Aber „viele" heißt nicht „alle": Schätzungen zufolge reagiert irgendwo zwischen der Hälfte und zwei Dritteln der Katzen tatsächlich darauf, und ob eine Katze empfindlich dafür ist, wird durch ein vererbbares Merkmal bestimmt. Kätzchen unter ein paar Monaten reagieren so gut wie nie, und manche erwachsenen Katzen nie – das sagt also nichts über ihren Charakter aus. Neugierig, ob deine Katze zur empfänglichen Gruppe gehört? Teste es mit Katzenminze & Katzengras, zum Beispiel mit dem Karlie Bunte Fellmäuse-Spielzeug mit Catnip.
Eine erwachsene Katze schläft durchschnittlich 12 bis 16 Stunden am Tag; Kätzchen und Seniorkatzen liegen oft noch höher, Richtung 18 bis 20 Stunden. Damit gehört die Katze zu den schlafbedürftigsten Säugetieren, die bei uns zu Hause leben. Dieser Schlaf ist übrigens nicht durchgehend tief: Ein großer Teil besteht aus leichtem, wachsamem Dösen, aus dem eine Katze innerhalb von Sekunden hellwach werden kann – ein Überbleibsel aus der Zeit, als sie selbst Beute größerer Tiere sein konnte.
Neben dem oberen und unteren Augenlid haben Katzen ein drittes Augenlid, die Nickhaut, die sich vom inneren Augenwinkel schräg über das Auge bewegen kann. Diese durchscheinende Haut schützt das Auge und verteilt Tränenflüssigkeit, und ist bei einer gesunden, wachen Katze meist kaum sichtbar. Siehst du die Nickhaut bei deiner Katze auffällig oft, etwa teilweise über beiden Augen? Das kann ein Zeichen von Müdigkeit, Stress oder einem zugrunde liegenden Gesundheitsproblem sein und ist dann ein Grund, kurz zur Tierärztin oder zum Tierarzt zu gehen.
Das typische „Kneten" mit den Vorderpfoten auf einer Decke, einem Kissen oder deinem Schoß stammt aus der Kätzchenzeit: Beim Trinken bei der Mutter regten Kätzchen mit genau dieser Bewegung die Milchproduktion an. Bei erwachsenen Katzen bleibt das Verhalten oft als Zeichen von Wohlbefinden und Entspannung erhalten, so als würden sie sich – und manchmal dich – für ein Nickerchen bequem einrichten. Manche Katzen kneten sanft, andere setzen dabei unbewusst ihre Krallen ein; eine Decke in Reichweite verhindert dann Löcher im Sofa.
Anders als der Hund wurde die Katze vermutlich nicht bewusst vom Menschen gezähmt, sondern hat sich selbst angeschlossen. Vor etwa 10.000 Jahren begannen die ersten Bauern im Fruchtbaren Halbmond, dem heutigen Nahen Osten, Getreide zu lagern. Diese Kornspeicher zogen Mäuse an, und die Mäuse wiederum zogen wilde Katzen an, die eifrig auf sie Jagd machten. Für beide Seiten war das praktisch: Die Bauern hatten weniger Schädlinge, die Katzen eine verlässliche Nahrungsquelle. Diese unkomplizierte Zusammenarbeit wuchs schließlich zur Hauskatze heran, wie wir sie heute kennen – ein Tier, das nie wirklich „umgeformt" wurde und deshalb seinem wilden Vorfahren immer noch sehr nahesteht.
Von einer genetisch bedingten Reaktion auf Katzenminze bis zu einer Schnurr-Frequenz, die verblüffend nah an medizinische Heiltechnik heranreicht: Katzen überraschen uns immer wieder, auch nach Jahrtausenden an unserer Seite. Möchtest du den uralten Jagdinstinkt und die Verspieltheit deiner Katze etwas mehr fördern? Wirf einen Blick in unser vollständiges Angebot an Katzenspielzeug und entdecke, was deine Katze am meisten liebt.