Mops
Mops - kurznasiger Begleithund mit viel Charakter
Wer einen Mops aufnimmt, bekommt einen kompakten, quadratisch gebauten kleinen Hund mit faltigem Gesicht, Ringelrute und großer Persönlichkeit. Die Rasse stammt ursprünglich aus China und ist seit Jahrhunderten Begleithund: Die Aufgabe des Mopses ist es, bei seinen Menschen zu sein. Er ist meist fröhlich, verspielt und anhänglich und liegt gern auf dem Schoß oder direkt neben deinen Füßen. Dem steht gegenüber, dass die kurze Nase die Rasse anfällig für Atemprobleme, Augenverletzungen, Hautentzündungen in den Falten und Überhitzung macht. Auch Übergewicht droht, denn viele Möpse fressen alles, was sie finden. Die Rasse passt zu Menschen, die viel zu Hause sind, Hitze meiden, die Falten täglich reinigen und bereit sind, in eine gesunde Linie und regelmäßige tierärztliche Kontrollen zu investieren.
Steckbrief
- Offizieller Name: Pug (FCI-Standard); deutscher Name Mops; französisch Carlin
- Herkunft: China; Großbritannien ist Patronatsland des FCI-Standards
- Anerkennung: FCI-Standard Nr. 253, Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 11 (kleine doggenartige Hunde), ohne Arbeitsprüfung
- Ursprüngliche Aufgabe: Begleithund
- Schulterhöhe: keine Maße im FCI-Standard; Richtwert etwa 25-33 cm (Quelle: PDSA)
- Gewicht: ideal 6,3-8,1 kg laut FCI-Standard
- Fell: fein, glatt, weich, kurz und glänzend
- Farben: Silber, Apricot, Fawn (helles Gelbbraun) oder Schwarz, mit schwarzer Maske, schwarzen Ohren und einem schwarzen Aalstrich über den Rücken
- Lebenserwartung: Richtwert um 10 Jahre oder etwas mehr; eine australische Studie ermittelte ein mittleres Sterbealter von 10 Jahren
- Bewegungsbedarf: gering bis mäßig, mit kurzen Spaziergängen und Ruhe bei warmem Wetter
- Trainingsanspruch: mittel; intelligent und futterorientiert, aber mit eigenem Kopf
- Pflegeaufwand: mittel; wenig Bürsten, aber tägliche Faltenpflege
- Alleinbleiben: eingeschränkt; stark auf Menschen bezogen
- Klima: empfindlich gegenüber Hitze und schwüler Wärme, auch gegenüber Kälte und Zugluft
- Für Anfänger geeignet: ja, wenn du die Gesundheitsrisiken ernst nimmst
Schneller Eignungscheck
Passt möglicherweise, wenn du:
- viel zu Hause bist und deinen Hund gern in deiner Nähe hast
- mit Schnarchen, Schnaufen und Hecheln als normalen Nebengeräuschen leben kannst
- Gewicht, Falten und Augen konsequent im Blick behalten willst
- Spaziergänge im Sommer in die kühlen Tagesstunden verlegen kannst
Passt wahrscheinlich nicht, wenn du:
- einen sportlichen Hund zum Joggen, Radfahren oder für lange Touren suchst
- den ganzen Arbeitstag außer Haus bist, ohne Betreuung zwischendurch
- kein Budget oder keinen Raum für Tierarztbesuche und Versicherung hast
- die Rasse vor allem wegen einer extrem flachen Nase wählst
Name, Anerkennung und verwandte Rassen
In Deutschland heißt die Rasse Mops; international heißt sie Pug, in Frankreich Carlin und in den Niederlanden Mopshond. Die FCI führt sie in Gruppe 9 unter der Standardnummer 253, zusammen mit der Französischen Bulldogge und dem Boston Terrier in der Sektion der kleinen doggenartigen Hunde. Für den Stammbaum ist in Deutschland der VDH als FCI-Mitglied der Ansprechpartner. Optisch ähnelt der Mops der Französischen Bulldogge, doch diese hat aufrecht stehende Fledermausohren, während der Mops kleine, nach vorn oder zur Seite fallende Rosen- oder Knopfohren trägt. Verwechsle den Mops auch nicht mit Kreuzungen wie dem Puggle (Mops x Beagle), die keine anerkannte Rasse sind.
Geschichte und ursprüngliche Funktion
Über die genaue Herkunft wird bis heute spekuliert, doch die FCI nennt China als Heimatland, wo kurznasige Hunde lange geschätzt wurden. Über Händler der Niederländischen Ostindien-Kompanie gelangte die Rasse nach Europa; schon im 16. Jahrhundert wurde sie in den Niederlanden bewundert und wurde zum Symbol der königstreuen Patrioten. Mit der Thronbesteigung Wilhelms III. in England verbreitete sie sich dort, zunächst nur in Fawn; 1877 kam ein schwarzes Paar aus dem Osten. Eine Jagdfunktion hatte die Rasse nie: Der Mops wurde gezüchtet, um bei Menschen zu sein. Das erklärt, warum er so stark auf Gesellschaft ausgerichtet und für selbstständige oder sportliche Arbeit weniger geeignet ist.
Aussehen und körperliche Merkmale
Der FCI-Standard beschreibt einen quadratischen, gedrungenen Hund nach dem Motto "multum in parvo": viel Hund in kleinem Format, hart in der Muskulatur, aber nie zu niedrig oder zu hochbeinig. Der Kopf ist verhältnismäßig groß und rund, kein Apfelkopf, mit deutlichen, aber nicht übertriebenen Stirnfalten. Der Fang ist kurz, stumpf und quadratisch, mit schwarzer Nase und gut geöffneten, weiten Nasenlöchern. Zusammengekniffene Nasenlöcher und eine schwere Nasenfalte sind laut Standard nicht akzeptabel. Die Augen sind dunkel, groß und rund, nie vorstehend und ohne sichtbares Weiß beim Geradeausblick.
Das Ohr ist ein kleines, dünnes, samtweiches Rosen- oder Knopfohr; das Knopfohr wird bevorzugt. Die Rute ist hoch angesetzt und eng über der Hüfte eingerollt, am besten doppelt. Der Rücken ist gerade, die Brust breit mit gut gewölbten Rippen. Im Gang ist ein leichtes Rollen der Hinterhand typisch. Das Fell ist kurz und glänzend; Trimmen oder Scheren, das Länge, Struktur oder Umriss des Fells verändert, wird laut Standard bestraft.
Welpen haben noch nicht die Proportionen erwachsener Hunde, doch der quadratische Körperbau ist früh erkennbar. Der Standard unterscheidet die Farben Silber, Apricot, Fawn und Schwarz; andere Farben sind nicht zulässig. Kräftige Substanz darf nicht mit Fett verwechselt werden: Übergewicht ist laut Standard nicht akzeptabel.
Charakter und Temperament
Laut FCI besitzt der Mops Charme, Würde und Intelligenz, bei ausgeglichenem, fröhlichem und lebhaftem Wesen. Im Alltag folgt er dir von Zimmer zu Zimmer, kuschelt sich an dich und lässt sich von einer verspielten Laune schnell mitreißen. Er ist stimmungsempfindlich und reagiert gut auf ruhige, freundliche Konsequenz. Zugleich hat er seinen eigenen Kopf: Wer ihm ein Leckerli hinhält, hat seine Aufmerksamkeit, doch ein Kommando, das ihm nicht passt, ignoriert er gern fröhlich. Wer ihn anschreit oder bestraft, erreicht vor allem Unsicherheit statt Gehorsam.
Kinder, Hunde, Katzen und Besuch
- Babys und Kleinkinder: Aufsicht ist immer nötig. Der Mops ist robust gebaut, aber Gesicht und Augen sind empfindlich gegenüber einem ungeschickten Streicheln oder einem stürzenden Kind.
- Ältere Kinder: Kinder, die lernen, dass ein Hund Ruhe braucht und bei Hitze nicht rennen darf, sind oft gute Spielkameraden.
- Fremde Hunde: meist freundlich und neugierig; achte bei größeren oder wilden Hunden auf die geringe Größe und die begrenzte Atemreserve.
- Hunde im Haushalt: kann gut mit einem anderen Hund zusammenleben, wenn es ruhig aufgebaut wird; Vorsicht bei Futterstreit, denn viele Möpse sind sehr aufs Fressen fixiert.
- Katzen: in der Regel unproblematisch, besonders wenn sie zusammen aufwachsen.
- Kleintiere: es gibt keinen starken Jagdtrieb, doch Kaninchen und Nager brauchen immer ihren eigenen sicheren Bereich.
- Besuch und Lieferanten: werden meist begeistert begrüßt; der Mops ist ein Begleithund und kein Wachhund.
Instinkte und Alltagsverhalten
Bei dieser Rasse gibt es kaum Jagd-, Hüte- oder Wachtrieb; der wichtigste Instinkt ist die Suche nach Nähe. Du merkst das daran, dass er plötzlich neben dir auf dem Sofa sitzt oder vor der Badezimmertür wartet. Er schnüffelt gern und lässt sich leicht über Futter lenken, was das Training erleichtert, aber auch bedeutet, dass Abfall, Küchenschränke und das Essen der Kinder nicht sicher sind. Typisch sind außerdem die Geräusche: Schnarchen, Schnaufen und Prusten gehören zur Rasse, doch anhaltend schwere oder laute Atmung in Ruhe gehört nicht dazu und ist ein Grund, den Tierarzt aufzusuchen.
Bewegung je Lebensphase
- Welpe: kurze, ruhige Ausflüge und viel Schlaf. Vermeide Treppen, hohe Sprünge und wildes Spiel, vor allem solange sich Gelenke und Rücken noch entwickeln.
- Junghund: die Energie nimmt zu, aber die Atmung setzt die Grenze. Halte an, wenn er hechelt, zurückfällt oder lauter atmet, und lass ihn ausruhen.
- Erwachsen: laut PDSA bis zu etwa einer Stunde täglich, verteilt auf mehrere kurze Spaziergänge mit Spielphasen. Plane im Sommer den frühen Morgen oder späten Abend ein.
- Senior: kurze, feste Runden im eigenen Tempo. Ein Hund, der plötzlich nicht mehr laufen will, hustet oder eine blaue Zunge oder Lippen hat, gehört sofort zum Tierarzt.
Geistige Auslastung und Beschäftigung
Ein Mops muss kein Sporthund sein; geistige Arbeit ist eine sichere Ergänzung zu kurzen Spaziergängen. Schnüffelteppiche, Suchspiele im Haus, ein Futterpuzzle oder kurze Tricks mit kleinen Belohnungen funktionieren gut und kosten wenig Anstrengung. Rechne Belohnungen immer in die Tagesration ein. Intensiver Sport wie Agility oder Joggen passt weniger zu einem Hund, der schnell Atemprobleme bekommt.
Training und Sozialisierung
Mit Futter motivierst du einen Mops schnell, doch arbeite mit winzigen Stückchen oder nimm einen Teil der Tagesration als Belohnung. Halte die Einheiten kurz, freundlich und konsequent; wiederhole lieber öfter als lange. Gegen Sturheit hilft Ruhe, keine laute Stimme.
Beginne früh mit der Sozialisierung: neue Menschen, Geräusche, Böden, Auto, Tierarzt und andere Hunde. Übe auch, Gesicht, Falten, Augen und Pfoten ruhig anfassen zu lassen, denn damit hast du ein Leben lang zu tun. Gehe am besten mit einem gut sitzenden Geschirr statt mit einem Halsband, das auf den Kehlkopf drückt, und baue das Leinenlaufen mit vielen Pausen auf. Übe den Rückruf zuerst in einem umzäunten Bereich; viele Möpse bleiben von selbst in der Nähe, doch ein interessanter Geruch oder ein Stück Futter kann trotzdem ablenken.
Alleine bleiben
Der Mops ist stark auf seine Menschen bezogen und tut sich mit langer Abwesenheit schwer; die PDSA rät, ihn nie länger als vier Stunden allein zu lassen. Baue das Alleinbleiben von den ersten Wochen an in kleinen Schritten auf: erst kurz in einem anderen Zimmer, dann ein paar Minuten vor der Tür. Anzeichen wie Jaulen, Kratzen an Türen oder im Gegenteil Apathie zeigen, dass der Aufbau zu schnell ging. Die individuellen Unterschiede sind groß, doch wer regelmäßig lange Arbeitstage hat, sollte vor dem Einzug Hundesitter, Nachbarn oder Tagesbetreuung einplanen. Ein kühler, ruhiger Platz ist dabei wichtiger als ein warmes Kissen.
Wohnen, Umgebung, Klima und Reisen
Eine Wohnung oder ein Reihenhaus ist in Ordnung, solange es einen kühlen, gut belüfteten Platz gibt und Treppen begrenzt bleiben. Ein Garten ersetzt keine Spaziergänge, sondern dient vor allem als sicherer Löseplatz; sorge für Schatten und Wasser und lass den Hund bei warmem Wetter nicht draußen toben. Hitze ist das größte Risiko: Die kurze Nase erschwert das Abkühlen durch Hecheln, daher verlegst du Spaziergänge auf Morgen oder Abend, und ein geparktes Auto ist bei Sommerwetter nie sicher, auch nicht für ein paar Minuten. Im Winter frieren viele Möpse wegen des kurzen Fells und der Zugluft; ein Mantel bei nassem, kaltem Wetter kann helfen.
Für den Transport im Auto sind ein gut sitzendes Auto-Sicherheitsgeschirr oder eine stabile, gut belüftete Transportbox sinnvoll. Fliegen verlangt besondere Aufmerksamkeit: Viele Fluggesellschaften haben Einschränkungen oder Verbote für kurznasige Rassen im Frachtraum, also prüfe das vor der Buchung. Halte unterwegs eine kühle Routine ein und nimm immer Wasser mit.
Größen, Halsbänder und Geschirre
Miss den Brustumfang an der breitesten Stelle direkt hinter den Vorderbeinen und den Halsumfang dort, wo ein Halsband sitzen würde. Lass beim Messen zwei Finger Spielraum. Für einen Mops ist ein Geschirr meist besser geeignet als ein Halsband, weil ein Band auf Kehle und Atemwege drücken kann. Ein breites, weiches Band verteilt den Druck besser als ein schmales.
Der FCI-Standard nennt keine Umfangsmaße, und zwischen einzelnen Hunden gibt es große Unterschiede, also miss immer selbst. Liegt der gemessene Brustumfang zwischen 40 und 55 cm, schau dir das Karlie ASP Step&Go Geschirr an (Brustumfang laut Beschreibung 36-52 cm bei 10 mm Breite, 41-58 cm bei 15 mm) sowie das Trixie Premium Active Geschirr in Petrol (Bauchumfang 35-50 cm/15 mm oder 39-56 cm/15 mm); weitere Modelle findest du in der Kategorie Geschirre.
Prüfe vor dem Kauf den aktuellen Bestand und die Größentabelle des jeweiligen Produkts und miss nach einem Wachstumsschub oder einer deutlichen Gewichtsabnahme erneut.
Pflege
- Bürsten: eine weiche Bürste oder ein Gummihandschuh einmal pro Woche genügt, um lose Haare zu entfernen; im Fellwechsel öfter.
- Falten: reinige die Nasenfalte und eventuelle weitere Falten täglich mit einem weichen, feuchten Tuch und trockne sie gut ab; Feuchtigkeit und Schmutz in den Falten können Entzündungen verursachen.
- Augen: wische Tränen und Schmutz weg und kontrolliere auf Rötung, Ausfluss oder Zukneifen. Die vorstehenden Augen werden leichter verletzt.
- Ohren: kontrolliere regelmäßig auf Geruch, Rötung oder Schmalz; die kleinen, bedeckten Ohren halten Feuchtigkeit.
- Waschen und Trocknen: wasche mit mildem Hundeshampoo und trockne den Hund, auch in den Falten, gründlich.
- Krallen und Zähne: schneide die schwarzen Krallen regelmäßig und putze die Zähne; kleine, kurznasige Kiefer führen oft zu Zahnbelag und Zahnstein.
- Fellwechsel: das kurze Haar fällt das ganze Jahr aus, zeitweise mehr; bürste öfter, um Fell und Möbel zu schonen.
Gesundheit und verantwortungsvolle Zucht
Zur Gesundheit des Mopses liegt viel Forschung vor, und sie weist auf deutliche Risiken hin. Eine britische VetCompass-Studie von 2022 verglich 4.308 Möpse mit 21.835 anderen Hunden und stellte fest, dass Möpse etwa 1,9-mal häufiger mindestens eine Erkrankung hatten. Die größten Unterschiede zeigten sich beim brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndrom (BOAS, etwa 54-fach erhöht), verengten Nasenlöchern, Hornhautgeschwüren (etwa 13-fach), Infektionen der Hautfalten (etwa 11-fach) und Übergewicht (etwa 3,4-fach). Eine australische Studie an verstorbenen Möpsen nannte BOAS ebenfalls als wichtigste Todesursache.
Außerdem werden bei der Rasse neurologische Probleme beschrieben, etwa epileptische Anfälle, Wirbelfehlbildungen und die genetisch beeinflusste Mops-Enzephalitis (nekrotisierende Meningoenzephalitis); verfügbare Gentests dafür zeigen nur ein Risiko an und sind nicht vorhersagend. Auch Patellaluxation sowie Hüft- und Ellbogendysplasie kommen laut PDSA vor. Nicht jeder Hund erkrankt daran, doch die Rasse hat ein höheres Risiko als der Durchschnitt.
Gründe für einen schnellen Tierarztbesuch: schwere oder rasselnde Atmung in Ruhe, blasse oder blaue Zunge, Ohnmacht, ein zugekniffenes oder trübes Auge, eine übel riechende Hautfalte oder Anfälle. Eine Narkose erfordert bei kurznasigen Rassen besondere Sorgfalt; nenne die Rasse vorab. Ein gesundes Gewicht verbessert die Atmung spürbar.
Seit 2019 darf in den Niederlanden mit kurznasigen Hunden nur gezüchtet werden, wenn sie sechs von Fachleuten aufgestellte Kriterien erfüllen, darunter ein normales Atemgeräusch in Ruhe und ein gutes Verhältnis von Schädel zu Nase. Erwachsene Hunde, die zur Verbesserung der Atmung operiert wurden, dürfen nicht für die Zucht eingesetzt werden.
Ernährung je Lebensphase
Die richtige Menge hängt von Gewicht, Lebensphase, Aktivität, Körperkondition und Energiedichte des Futters ab. Eine gängige tiermedizinische Rechenbasis ist der Ruheenergiebedarf (RER): RER = 70 × Körpergewicht in kg^0,75. Für einen Mops von 7 kg ergibt das etwa 300 kcal pro Tag Ruhebedarf. Das ist ausschließlich ein Rechenbeispiel, keine Fütterungsempfehlung.
Der tatsächliche Tagesbedarf liegt darüber, mit einem Faktor, der von Alter, Aktivität und Kastrationsstatus abhängt; nutze dafür eine geprüfte Quelle. Rechne danach um: Gramm pro Tag = täglicher Energiebedarf in kcal ÷ ME in kcal/kg × 1000, mit der ME des gewählten Futters von der Verpackung.
Weil der Mops schnell zunimmt und Übergewicht seine Atmung zusätzlich belastet, sind Wiegen und Fühlen wichtiger als Hinschauen. Kontrolliere alle zwei bis vier Wochen Gewicht und Körperkondition: Du solltest die Rippen fühlen und eine Taille sehen können. Rechne auch Snacks und Belohnungen mit und verteile die Tagesration auf zwei bis drei Mahlzeiten. Ein Welpe braucht ein vollwertiges Welpenfutter für kleine Rassen; Senioren brauchen manchmal weniger Energie, doch stimme dich mit Kondition und Tierarzt ab. Besprich anhaltende Gewichtsveränderungen, Erbrechen oder Durchfall mit einem Tierarzt.
Zum Vergleich, mögliche Optionen für kleine Rassen: JosiDog Mini, Bosch Mini Adult Geflügel & Hirse und Bosch Mini Senior, oder sieh dir das breitere Angebot an Futter für kleine Hunderassen an.
Zeit, Kosten und tägliche Belastung
Im Vergleich zu vielen anderen Rassen ist die Fellpflege leicht, doch die tägliche Falten- und Augenpflege kostet feste Zeit. Der größte Kostenfaktor ist meist der Tierarzt: Untersuchungen, Behandlungen und mögliche Operationen an Atemwegen, Augen oder Rücken können ins Geld gehen, und eine Versicherung ist bei dieser Rasse eine ernsthafte Überlegung. Das Futter ist wegen der Größe überschaubar, doch Gewichtskontrolle erfordert Disziplin. Der Trainingsaufwand ist mittel; Platz und Transport sind einfach, außer bei Hitze und Flugreisen.
Vorteile
- Kompakter, auf Menschen bezogener Hund, der gut in eine kleine Wohnung passt.
- Fröhlich, charmant und oft verspielt, auch im höheren Alter.
- Kurzes Fell, das wenig Bürstenarbeit verlangt.
- Meist freundlich zu Kindern, Hunden und Besuch bei guter Sozialisierung.
- Ruhig genug für kurze Spaziergänge und leicht mitzunehmen.
Nachteile und Aufmerksamkeitspunkte
- Hohes Risiko für Atemprobleme (BOAS), Augenverletzungen und Hautentzündungen durch die kurze Nase und die Falten.
- Hitzeempfindlich; Sommerspaziergänge und Auto erfordern ständige Aufmerksamkeit.
- Neigung zu Übergewicht, das die Atmung zusätzlich belastet.
- Schnarchen, Schnaufen und Prusten sind normal, können aber ernste Beschwerden verdecken.
- Nur eingeschränkt alleine zu lassen und relativ hohe zu erwartende Tierarztkosten.
Für wen geeignet
Diese Rasse passt zu Menschen, die viel zu Hause sind oder feste Betreuung haben, einen ruhigen bis mäßig aktiven Lebensstil pflegen und sich realistisch auf die Gesundheitsvorsorge vorbereiten. Erfahrung ist keine Voraussetzung, wohl aber die Bereitschaft, die Regeln zu Gewicht, Hitze und Faltenpflege dauerhaft einzuhalten. Ein Haushalt mit Kindern kann gut funktionieren, sofern Aufsicht da ist. Der ideale Halter wählt bewusst Elterntiere mit nachweisbarer Gesundheit und erwartet einen Begleithund, keinen Sportkameraden.
Für wen nicht geeignet
Diese Rasse ist weniger geeignet für alle, die einen Hund zum Joggen, Radfahren oder für lange Wanderungen wollen, für Menschen mit langen Arbeitstagen ohne Betreuung und für Halter in heißer Umgebung ohne kühlen Rückzugsort. Auch wer die Kosten möglicher Behandlungen nicht tragen kann, geht ein Risiko ein.
Verantwortungsvoll anschaffen, adoptieren oder abgeben
Wähle einen Züchter, der die Elterntiere zeigen kann, offen über die Gesundheit von Mutter und Vater spricht und eine tierärztliche Bescheinigung zu den Kriterien für kurznasige Hunde vorlegen kann, wie sie die niederländische Regierung empfiehlt. Frage nach der Atmung beider Eltern in Ruhe und nach Belastung und sprich darüber, welche zusätzlichen Untersuchungen, etwa von Augen, Knien und Wirbelsäule, durchgeführt wurden.
Ein Welpe verlässt den Wurf nicht vor etwa acht Wochen. Ein schriftlicher Vertrag, Chip- und Heimtierausweisregistrierung und klare Absprachen zur Gesundheit gehören dazu. Sei zurückhaltend bei Anbietern, die keine Elterntiere zeigen, mehrere Würfe gleichzeitig haben, extrem flache Nasen als Merkmal anpreisen oder einen Welpen zu früh abgeben wollen.
Rassevereine und Tierheime vermitteln manchmal erwachsene Möpse. Das kann eine gute Wahl sein, doch frage auch dort nach der Gesundheit, etwa ob eine Atmungsbeurteilung durchgeführt wurde. Die Verfügbarkeit schwankt stark je nach Region und Zeitpunkt.
Häufige Fragen
Ist der Mops für Anfänger geeignet? Ja, vom Charakter her, wenn du Gesundheitsvorsorge, Gewichtskontrolle und Hitze ernst nimmst.
Kann ein Mops mit Katzen zusammenleben? In der Regel ja, besonders wenn sie zusammen aufwachsen.
Kann ein Mops frei laufen? In sicherer Umgebung meist ja, da er bei seinen Menschen bleibt; achte auf Verkehr und Hitze.
Wie stark haart ein Mops? Das kurze Haar fällt das ganze Jahr aus, besonders im Fellwechsel.
Kann ein Mops in einer Wohnung leben? Ja, solange er täglich ruhig spazieren geht und es drinnen kühl bleibt.
Ist der Mops leicht zu bekommen? Wegen der strengeren niederländischen Zuchtregeln ist das Angebot an verantwortungsvoll gezüchteten Welpen kleiner geworden; rechne mit Suchen, Warten und kritischen Fragen des Züchters.
Fazit
Der Mops ist ein warmherziger, lustiger Hausgenosse, der seine Menschen nie aus den Augen verliert. Die Rasse verlangt jedoch mehr als Gemütlichkeit: Die kurze Nase, die Falten, die Augen und die Neigung zum Dickwerden entscheiden darüber, ob er ein gutes Leben hat. Für Halter, die das akzeptieren, ihren Hund schlank halten und kühl leben lassen, ist er ein treuer Begleiter. Wer vor allem ein kompaktes, niedliches Aussehen möchte oder oft außer Haus ist, ist mit einer anderen Rasse besser beraten.