Verharen bij herdershonden: wat helpt echt tegen losse haren in huis?

Haaren bei Schäferhunden: was hilft wirklich gegen lose Haare im Haus?

, Von Michael van Wassem, 9 min Lesezeit

Warum haaren Schäferhunde so viel?

Schäferhunde sind bekannt für ihre Intelligenz, Arbeitsfreude und starke Bindung zu ihrem Besitzer. Es sind Hunde, die gerne beschäftigt werden, schnell lernen und oft ein beeindruckendes Fell haben. Dieses Fell ist wunderschön, kann aber auch für viele lose Haare im Haus sorgen. Besonders Rassen wie der Deutsche Schäferhund, Malinois, Holländische Schäferhund, Border Collie, Australian Shepherd, Tervueren, Groenendael und Weiße Schweizer Schäferhund können stark haaren. Viele dieser Schäferhunde haben ein doppeltes Fell: ein kräftiges Deckhaar und eine weiche, isolierende Unterwolle. Diese Unterwolle schützt den Hund vor Kälte, Wärme, Regen und Schmutz, löst sich während des Fellwechsels aber auch in großen Mengen.

Wann haaren Schäferhunde am meisten?

Die meisten Schäferhunde haaren das ganze Jahr über ein wenig, aber im Frühjahr und Herbst kann der Fellwechsel deutlich stärker sein. Im Frühjahr verliert der Hund einen Teil seines dicken Winterfells, während im Herbst das Sommerfell Platz für ein volleres Winterfell macht. Bei Schäferhunden, die viel im Haus leben, kann dieser natürliche Rhythmus weniger deutlich sein. Durch Heizung, künstliches Licht und wechselnde Temperaturen kann ein Hund manchmal fast das ganze Jahr über haaren. Das bedeutet nicht sofort, dass etwas nicht stimmt, verlangt aber eine gute Fellpflegeroutine.

Welche Schäferhunde haaren viel?

Nicht jeder Schäferhund haart gleich stark. Der Deutsche Schäferhund ist als Rasse bekannt, die viel haaren kann, vor allem wegen seines dichten doppelten Fells. Auch der Weiße Schweizer Schäferhund verliert oft viele Haare, wobei die hellen Haare auf Kleidung, Sofas und dunklen Böden besonders auffallen. Tervueren und Groenendael haben ein längeres, volles Fell und können während des Fellwechsels viel Unterwolle verlieren. Auch Australian Shepherd und Border Collie haaren mittelstark bis stark, besonders wenn sie ein halblanges oder langes Fell haben. Bei diesen Hunden ist regelmäßiges Bürsten kein Luxus, sondern ein fester Bestandteil der Grundpflege.

Welche Schäferhunde haaren weniger auffällig?

Manche Schäferhunde scheinen weniger zu haaren, aber das bedeutet nicht automatisch, dass sie wenig Fellpflege brauchen. Ein kurzhaariger Malinois oder kurzhaariger Holländischer Schäferhund hat oft weniger lange Haare im Haus als ein Tervueren oder Groenendael, doch auch diese Rassen können im Fellwechsel viele Haare verlieren. Rassen wie der Bearded Collie oder Schapendoes verlieren manchmal weniger sichtbare Haare auf dem Boden, weil lose Haare stärker im Fell hängen bleiben. Dadurch können jedoch schneller Verfilzungen entstehen. Weniger Haare im Haus bedeutet also nicht immer weniger Arbeit.

Ist starkes Haaren bei einem Schäferhund normal?

Starkes Haaren ist bei Schäferhunden oft normal, besonders wenn der Hund ansonsten fit ist, eine gesunde Haut hat und keine kahlen Stellen zeigt. Das Fell erneuert sich ständig, und lose Haare gehören dazu. Trotzdem ist nicht jede Form von Haarverlust harmlos. Haart dein Schäferhund plötzlich extrem stark, bekommt er kahle Stellen, rote Haut, Schuppen, Krusten, Juckreiz oder ein stumpfes Fell? Dann kann mehr dahinterstecken, zum Beispiel Hautreizungen, Allergien, Flöhe, Milben, Stress, hormonelle Probleme oder ein Mangel in der Ernährung. In diesem Fall ist es sinnvoll, einen Tierarzt zu kontaktieren.

Was hilft gegen Haaren bei Schäferhunden?

Ganz stoppen kannst du das Haaren nicht. Ein Schäferhund verliert nun einmal Haare, besonders wenn er ein doppeltes Fell hat. Was du aber tun kannst, ist lose Haare rechtzeitig zu entfernen, bevor sie sich im ganzen Haus verteilen. Die beste Vorgehensweise besteht aus regelmäßigem Bürsten, guter Ernährung, ausreichend Fettsäuren, Kontrolle auf Flöhe und Zecken sowie Aufmerksamkeit für die Haut. So unterstützt du nicht nur das Fell, sondern auch die Haut darunter. Eine gesunde Haut ist nämlich die Grundlage für ein kräftiges, glänzendes Fell.

Bürsten ist der wichtigste Schritt

Bei Schäferhunden ist regelmäßiges Bürsten der wichtigste Schritt gegen lose Haare. In ruhigen Phasen reicht es bei vielen Hunden aus, zwei- bis dreimal pro Woche zu bürsten. Während des Fellwechsels kann tägliches Bürsten oder Bürsten alle zwei Tage nötig sein. Kurze Bürsteinheiten funktionieren oft besser als eine lange Sitzung pro Woche. So bleibt das Fell luftig, alte Unterwolle bleibt nicht sitzen und das Bürsten wird für deinen Hund angenehmer. Viele Schäferhunde finden es außerdem schön, wenn das Bürsten zu einem ruhigen festen Moment wird, besonders wenn du zwischendurch belohnst.

Welche Bürste verwendest du für einen Schäferhund?

Die richtige Bürste hängt vom Felltyp ab. Für kurzhaarige Schäferhunde, wie viele Malinois und kurzhaarige Holländische Schäferhunde, funktioniert eine Gummibürste oder Fellwechselbürste oft gut, um lose Haare aus dem Deckhaar zu entfernen. Für Deutsche Schäferhunde, Weiße Schweizer Schäferhunde, Border Collies, Australian Shepherds und langhaarige Schäferhunde ist ein Kamm oder eine Bürste, die tiefer ins Fell gelangt, häufig effektiver. Bei Hunden mit viel Unterwolle kann eine Unterwollbürste praktisch sein, solange du sie vorsichtig verwendest. Zu starkes Bürsten kann die Haut reizen und gesundes Haar beschädigen.

Achte auf die Unterwolle

Die Unterwolle eines Schäferhundes hat eine wichtige Funktion. Diese Fellschicht hilft dem Hund, seine Körpertemperatur zu regulieren, und schützt ihn vor verschiedenen Wetterbedingungen. Deshalb sollte das Fell nicht aggressiv ausgedünnt oder einfach kurz geschoren werden. Besonders bei Hunden mit doppeltem Fell kann Scheren dafür sorgen, dass sich die Fellstruktur verändert oder das Fell ungleichmäßig nachwächst. Das Ziel des Bürstens ist es, lose, abgestorbene Haare zu entfernen, nicht das gesunde Fell zu beschädigen.

Hilft Waschen gegen Haaren?

Waschen kann helfen, lose Haare schneller aus dem Fell zu bekommen, aber nur, wenn du es richtig machst. Bürste deinen Schäferhund zuerst gründlich durch, bevor du ihn wäschst. So entfernst du bereits viele lose Haare und verhinderst, dass Verfilzungen durch Wasser schlimmer werden. Verwende immer ein mildes Hundeshampoo und spüle das Fell sehr gründlich aus. Shampoo-Reste können die Haut reizen, wodurch dein Hund sich gerade mehr kratzen kann. Nach dem Waschen ist gutes Trocknen wichtig, besonders bei Schäferhunden mit dichter Unterwolle.

Ernährung hat großen Einfluss auf Haut und Fell

Ein gesundes Fell beginnt von innen. Ein Schäferhund, der Futter mit ausreichend hochwertigen Proteinen, Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen bekommt, hat oft eine stärkere Hautbarriere und ein schöneres Fell. Wenn die Haut trocken ist oder das Fell stumpf wirkt, kann zusätzliche Unterstützung manchmal helfen. Denke zum Beispiel an Lachsöl, Leinöl, Schaffett oder ein Supplement für Haut, Haare und Nägel. Das sind keine Wundermittel, die das Haaren vollständig stoppen, aber sie können zu einer geschmeidigeren Haut und einem glänzenderen Fell beitragen.

Lachsöl, Leinöl und Schaffett bei Haaren

Lachsöl ist bei Hunden beliebt, weil es reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Diese Fettsäuren unterstützen die Haut und können helfen, das Fell schön glänzend zu halten. Leinöl ist ein pflanzliches Öl, das ebenfalls Fettsäuren enthält und häufig bei Hunden mit trockener Haut oder stumpfem Fell verwendet wird. Schaffett wird oft über das Futter gegeben, um zusätzlichen Geschmack, Energie und Unterstützung für Haut und Fell zu bieten. Besonders bei aktiven Schäferhunden kann dies eine gute Ergänzung sein, solange du auf die Dosierung und den gesamten Ernährungsplan achtest.

Sieh dir hier alle Lachsöle gegen Haaren bei Hunden an. 

Flöhe, Zecken und Juckreiz können das Haaren verstärken

Manchmal wirkt es so, als würde ein Schäferhund einfach stark haaren, während er in Wirklichkeit durch Juckreiz Haare verliert. Flöhe, Zecken, Milben oder Hautreizungen können dafür sorgen, dass ein Hund viel kratzt, beißt oder leckt. Dadurch können Haare schneller ausfallen, und es können sogar kahle Stellen entstehen. Kontrolliere deshalb regelmäßig die Haut deines Hundes, besonders am Schwanzansatz, Bauch, in den Leisten, Achseln, am Hals und an den Ohren. Siehst du schwarze Punkte, Wunden, Rötungen oder Krusten? Dann ist es wichtig, die Ursache zu finden und zu behandeln.

Stress kann ebenfalls Einfluss auf das Fell haben

Schäferhunde sind oft sensibel, intelligent und stark auf ihre Umgebung ausgerichtet. Deshalb reagieren sie manchmal deutlich auf Anspannung, Veränderungen oder zu wenig Herausforderung. Stress kann Einfluss auf Haut und Fell haben, wodurch ein Hund vorübergehend mehr haaren kann. Denke an einen Umzug, Feuerwerk, ein neues Familienmitglied, Urlaub, Langeweile oder zu viele Reize. Ausreichend Bewegung, geistige Beschäftigung, Ruhephasen und eine vorhersehbare Routine helfen deinem Schäferhund, besser im Gleichgewicht zu bleiben.

Vorteile guter Fellpflege bei Schäferhunden

  • Weniger lose Haare im Haus, Auto und auf Kleidung
  • Geringeres Risiko für Knoten und verfilzte Unterwolle
  • Ein luftigeres und besser gepflegtes Fell
  • Wunden, Zecken, Flöhe oder Hautreizungen werden schneller entdeckt
  • Mehr Komfort für deinen Hund während des Fellwechsels
  • Ein glänzenderes und gesünder aussehendes Fell
  • Ein angenehmer Pflegemoment zwischen Hund und Besitzer

Nachteile von zu wenig Fellpflege

  • Mehr lose Haare auf Möbeln, Böden und Kleidung
  • Größeres Risiko für Knoten bei langhaarigen Schäferhunden
  • Alte Unterwolle kann im Fell sitzen bleiben
  • Hautprobleme werden weniger schnell bemerkt
  • Dein Hund kann mehr Juckreiz oder Unwohlsein erleben
  • Das Fell kann stumpf, fettig oder ungepflegt wirken
  • Bürsten wird schwieriger, wenn du es zu lange aufschiebst

Was solltest du bei einem haarenden Schäferhund nicht tun?

Schere einen Schäferhund mit doppeltem Fell nicht einfach kurz. Das Fell hat eine schützende Funktion und hilft gerade gegen Kälte und Wärme. Auch zu häufiges oder zu hartes Bürsten mit scharfem Material ist keine gute Idee. Dadurch kannst du die Haut reizen oder gesunde Haare herausziehen. Verwende lieber eine passende Bürste, arbeite ruhig in Schichten und höre auf, wenn die Haut rot wird oder dein Hund deutliches Unbehagen zeigt. Erzwinge das Bürsten nicht, sondern baue es langsam auf.

Wann solltest du zum Tierarzt gehen?

Kontaktiere einen Tierarzt, wenn dein Schäferhund plötzlich viel stärker haart als normal, kahle Stellen bekommt, sich viel kratzt, unangenehm riecht, Schuppen hat, Wunden bekommt oder eine rote Haut zeigt. Auch wenn das Fell plötzlich stumpf wird oder dein Hund weniger energiegeladen ist, ist es sinnvoll, dies kontrollieren zu lassen. Haaren gehört bei Schäferhunden dazu, aber extremer Juckreiz, Schmerzen und kahle Stellen gehören nicht dazu.

Praktische Routine gegen Haaren bei Schäferhunden

Eine gute Routine muss nicht kompliziert sein. Bürste deinen Schäferhund mehrmals pro Woche und während des Fellwechsels häufiger. Kontrolliere beim Bürsten direkt die Haut, Ohren, Achseln, Leisten und den Schwanzansatz. Gib hochwertiges Futter und unterstütze Haut und Fell bei Bedarf mit Lachsöl, Leinöl, Schaffett oder einem Haut- und Fell-Supplement. Halte Flöhe und Zecken gut unter Kontrolle und wasche deinen Hund nur dann, wenn es nötig ist, mit einem milden Hundeshampoo. So bleibt das Fell besser in Form und du hast weniger lose Haare im Haus.

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