
10 Dinge, die dein Hund am Herbst liebt
, Von Michael van Wassem, 5 min Lesezeit

, Von Michael van Wassem, 5 min Lesezeit
Von herumwirbelnden Blättern bis zu kühlen Spaziergängen: 10 Dinge, die dein Hund im Herbst heimlich liebt – mit praktischen Sicherheitstipps.
Sobald die Tage kürzer werden und die Blätter fallen, scheint bei vielen Hunden ein zusätzlicher Schalter umgelegt zu werden. Sie ziehen schneller an der Leine, schnüffeln länger und kommen mit einem Blatt im Fell und einem breiten Grinsen nach Hause. Das ist kein Zufall: Der Herbst hat einiges zu bieten, das für einen Hund wirklich besonders ist. Hier sind zehn Dinge, die dein Hund wahrscheinlich heimlich liebt – jeweils mit einem Tipp, wie ihr noch mehr davon habt.
Hunde entdecken die Welt vor allem mit der Nase, und im Herbst riecht diese Welt anders als im Sommer. Feuchter Wald, nasse Erde, verrottendes Laub, Tiere, die sich auf den Winter vorbereiten: Es gibt einfach mehr zu entdecken. Feuchte, kühle Luft lässt Duftspuren außerdem oft länger haften als heiße, trockene Sommerluft. Gib deinem Hund deshalb Raum zum Schnüffeln. Ein Spaziergang, bei dem er schnüffeln darf, ist für ihn genauso anstrengend und befriedigend wie eine lange Runde.
Ein fallendes Blatt bewegt sich unvorhersehbar, raschelt und bleibt nie still liegen. Für einen verspielten Hund ist das fast unwiderstehlich. Du siehst ihn schnappen, springen und durch einen Laubhaufen pflügen, als wäre es ein Schwimmbad. Das ist ein schöner Spaß, mit einer Einschränkung: Schau kurz nach, ob unter dem Laub kein Glas, Müll oder spitze Äste liegen.
Hunde können Wärme viel schlechter abgeben als wir. Sie schwitzen kaum und kühlen sich vor allem durch Hecheln ab. Bei Temperaturen von etwa 10 bis 15 Grad können sie deshalb deutlich länger und aktiver unterwegs sein, ohne schnell zu überhitzen. Vor allem Hunde mit dichtem Fell oder kurzer Schnauze scheinen im Herbst aufzublühen. Ein kühler Morgen ist für sie der perfekte Moment für einen besonders langen Spaziergang.
Regen bedeutet Pfützen, und Pfützen bedeuten für viele Hunde pures Vergnügen. In die Pfütze zu springen ist ein Klassiker. Gut zu wissen: Stehendes Wasser kann Bakterien enthalten, darunter den Erreger der Leptospirose. Lass deinen Hund deshalb nicht aus Gräben oder verschmutzten Tümpeln trinken und frag deine Tierärztin oder deinen Tierarzt, ob eine Impfung gegen Leptospirose für deinen Hund sinnvoll ist. Spüle deinen Hund danach kurz ab und trockne ihn gut, besonders am Bauch und zwischen den Zehen.
Ein nasser Hund, der sich trocken schüttelt, ist ein faszinierendes Schauspiel. Forschende am Georgia Institute of Technology haben Hunde dafür in Zeitlupe gefilmt und herausgefunden, dass sie den größten Teil des Wassers in etwa vier Sekunden aus dem Fell schleudern können. Für den Hund ist das eine schnelle und wirksame Art, wieder auf Temperatur zu kommen. Für dich ist es vor allem ein guter Grund, diesen Moment nicht neben deiner frisch gewaschenen Jacke zu wählen.
Im Herbst liegt überall etwas, das dein Hund tragen, vergraben oder zerkauen möchte. Gut zu wissen: Eicheln und Rosskastanien sind nicht zum Fressen geeignet. Sie können Magen-Darm-Beschwerden auslösen und durch ihre Form auch eine Verstopfung verursachen. Neigt dein Hund dazu, alles vom Boden zu fressen? Dann ist es eine gute Alternative, ihn mit einem eigenen Apportierspielzeug abzulenken. In unserem Sortiment Hundespielzeug findest du von robusten Bällen bis zu Zerrspielzeug genug, um diesen Jagdtrieb sicher auszuleben.
Nach den Sommerferien werden Wälder, Heiden und Strände deutlich ruhiger. Das ist wunderbar für Hunde, die schnell überreizt sind oder nicht so gern viele andere Hunde und Menschen um sich haben. Du hast mehr Platz, musst weniger ausweichen, und dein Hund kann oft entspannter laufen. Ein guter Moment, um in Ruhe an Leinenführigkeit oder Rückruf zu arbeiten.
Im Herbst wird es früh dunkel, und deshalb finden viele Spaziergänge im Dunkeln statt. Hunde sehen in der Dämmerung und im Dunkeln besser als wir, unter anderem dank einer reflektierenden Schicht hinten im Auge (dem Tapetum lucidum), und Nase und Gehör erledigen den Rest. Für dich ist es schwieriger. Sorge dafür, dass ihr beide gut sichtbar seid, mit reflektierenden oder leuchtenden Produkten. Auf unserer Seite Wandern im Dunkeln findest du Lichter, Leuchthalsbänder und reflektierende Westen.
Viele Hunde brauchen im Herbst keinen Mantel, aber nicht alle. Kurzhaarrassen, kleine Hunde, Welpen, ältere Hunde und Hunde mit wenig Unterhautfett frieren schneller, besonders bei Regen und Wind. Für sie ist ein Hundemantel oder eine Weste kein überflüssiger Luxus. Merkst du, dass dein Hund zittert, die Rute einzieht oder bei jedem Schritt umkehren möchte? Dann ist es Zeit für zusätzlichen Schutz.
Nach einem nassen Spaziergang gibt es nichts Schöneres als einen warmen, trockenen Platz zum Ausruhen. Eine weiche Decke oder ein gemütlicher Korb an der Heizung wird im Herbst oft beliebter als im Sommer. Stöbere durch die Körbe, Kissen und Decken und such dir einen Platz aus, der schön weich und leicht zu waschen ist und nicht im Durchzug steht.
Nein. Hunde mit dickem, dichtem Fell kommen meist gut zurecht. Ein Mantel ist vor allem sinnvoll für Kurzhaarrassen, kleine Hunde, Welpen sowie ältere oder kranke Hunde, besonders bei Regen und Wind.
Meistens ja. Schau nur kurz, ob kein Müll, Glas oder spitze Äste dazwischen liegen, und bürste sein Fell danach auf Zecken und kleine Zweige durch.
Manche Arten sind giftig, und als Halterin oder Halter kann man sie schwer erkennen. Lass deinen Hund deshalb nicht davon fressen. Hat er doch einen Pilz gefressen, wende dich sofort an deine Tierarztpraxis.
Der Herbst ist für deinen Hund ein Fest aus Gerüchen, verspielten Blättern und angenehm kühlem Wetter. Mit einem Handtuch, etwas Licht im Dunkeln und einem warmen Platz zu Hause könnt ihr beide ihn in vollen Zügen genießen. Merkst du, dass dein Hund friert oder nach einem Spaziergang auffallend lustlos ist? Dann wende dich an deine Tierarztpraxis.